So verbessern Sie die Qualität des Eigenwassers

So verbessern Sie die Qualität des Eigenwassers

Wasserhahn auf – und das Wasser läuft. Doch wissen Sie, woher es stammt und welche Wege es hinter sich hat? Und was gilt es zu beachten, wenn Sie Ihr Wasser nicht von einem öffentlichen Versorgungsunternehmen beziehen? Spannende Antworten rund um die Eigenwasseraufbereitung finden Sie hier:

Woher kommt unser Trinkwasser?

Die meisten Verbraucher beziehen ihr Wasser aus zentralen öffentlichen Versorgungsanalgen. Aber es gibt auch einige Ausnahmen: Rund 700.000 Deutsche erhalten ihr Wasser aus eigenen kleinen Wasserversorgungsanlagen, wie Quellfassungen oder Brunnen. Denn gerade für abgelegene landwirtschaftliche Betriebe, Industrieunternehmen und Haushalte ist eine Wasserversorgung aus öffentlichen Anlagen häufig aus logistischen oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht möglich oder sinnvoll. Eine alternative Lösung ist dann die Trinkwassergewinnung aus Eigenversorgungsanlagen.

Hand fängt Wasser aus Wasserhahn auf

Bild 1: Wasserhahn auf – und das Wasser läuft. Doch wissen Sie, woher es stammt und welche Wege es hinter sich hat?

Was sollte bei Eigenwasseranlagen beachtet werden?

Die Qualität des aus dem Boden gewonnenen Wassers hängt stark von den geologischen Gegebenheiten und den Umgebungsbedingungen vor Ort ab.
Besonders wichtig ist es, welche Wege das Wasser hinter sich hat und mit welchen Inhaltsstoffen es angereichert ist.

Das Regenwasser nimmt bereits in der Atmosphäre verschiedene Stoffe auf, die es verändern. Beim Durchfließen der Bodenschichten reichert sich Wasser mit immer größeren Mengen an Inhaltsstoffen an. Hinzu kommen stets auch Mikroorganismen. Auch Legionellen finden sich praktisch in allen natürlich vorkommenden Wässern. Diese ungewollten Inhaltsstoffe gelangen dann wiederum in das Grundwasser.

Das Vorkommen und die Zusammensetzung der im Boden enthaltenen Mineralien entscheiden über den Härtegrad des Wassers: Gelangt etwa eine große Menge an Calcium- und Magnesiumionen hinein, wird es hart. Dies ist vor allem in Gegenden mit viel kalk- oder kreidehaltigem Gestein der Fall.

Gemüse-Bewässerung

Bild 2: Für abgelegene landwirtschaftliche Betriebe, Industrieunternehmen und Haushalte ist eine Wasserversorgung aus öffentlichen Anlagen häufig aus logistischen oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht möglich oder sinnvoll.

Was genau sind Eigenwasseranlagen?

Die Trinkwasserverordnung unterscheidet generell zwischen Kleinanlagen zur Eigenversorgung und dezentralen kleinen Wasserwerken, aus denen das Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird – beispielsweise an Mieter, Feriengäste oder Gewerbebetriebe (weniger als 50 Personen). Bezogen wird das Wasser vorwiegend aus Quellwasser und oberflächennahen Grundwasserreserven.

Auch bei Eigenwasser gilt die deutsche Trinkwasserverordnung

Wussten Sie, dass Sie als Brunnenbesitzer für die Einhaltung der Trinkwasserqualität verantwortlich sind? Bei Hausbrunnen, die auch von Dritten genutzt werden, stehen Sie als Betreiber laut Trinkwasserverordnung zudem in der Pflicht, mindestens einmal jährlich eine Besichtigung der Umgebung der Wasserfassungsanlage durchzuführen und gegebenenfalls einzugreifen. Die regelmäßigen Untersuchungen einer Brunnenanlage müssen von einer akkreditierten Stelle durchgeführt und die Ergebnisse ans Gesundheitsamt übermittelt werden. Danach gilt eine Aufbewahrungsfrist von mindestens zehn Jahren.
Für den Betreiber eines dezentralen kleinen Wasserwerks ist die Untersuchungspflicht besonders bei der Erstinbetriebnahme sehr umfangreich. Setzt er außerdem Chemikalien zur Aufbereitung ein, muss er das regelmäßig dokumentieren, indem er die verwendeten Stoffe und ihre Konzentration im Trinkwasser aufzeichnet. Es dürfen außerdem nur Stoffe eingesetzt werden, die nach § 11 der Trinkwasserverordnung gelistet sind.

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Bild 3: Damit Sie Ihr Trinkwasser in vollen Zügen genießen können, sollte das Brunnenwasser – noch bevor es in den Hauswasserkreislauf gelangt – aufbereitet werden.

Mögliche Störfaktoren bei Brunnenwasser

  • Trübstoffe

  • Hoher Eisen- und Mangangehalt

  • Steinbildung

  • Hohe Nitratwerte

  • Salz

  • Verkeimung

  • Korrosion

Aufbereitung von Brunnenwasser

Um Probleme durch verunreinigtes Trinkwasser zu vermeiden, sollte das Brunnenwasser – noch bevor es in den Hauswasserkreislauf gelangt – aufbereitet werden. Bei der Wahl des optimalen Verfahrens spielen neben den Vorgaben der Trinkwasserverordnung auch die individuellen Bedürfnisse des Besitzers sowie die Beschaffenheit der Umgebung eine entscheidende Rolle. Um im ersten Schritt die Qualität des eigenen Trinkwassers zu bestimmen, ist immer eine exakte Analyse geboten – selbst wenn augenscheinlich keine Auffälligkeiten auf eine Beeinträchtigung hindeuten.

Gut untersucht ist halb aufbereitet

Eine umfassende Analyse des Eigenwassers schafft Klarheit über die Beschaffenheit des Wassers. Dabei wird das Wasser neben dem Geruch, dem Bodensatz, der Trübung und der Farbe unter anderem auch auf die Leitfähigkeit, den pH-Wert sowie die Säurekapazität bis pH-Wert 4.3 (Karbonathärte) hin untersucht. Hinzu kommen die Überprüfung der Gesamthärte, sowie bei Bedarf der Basenkapazität, Eisen und Mangan und eventuell Ammonium, Nitrat, Nitrit, Chlorid und Sulfat. Liegt das Ergebnis vor, kann der Brunnenbesitzer aus einem breiten Produktspektrum die Lösung wählen, die sich am besten für die Beschaffenheit des Brunnenwassers und seine Ansprüche eignet.

Lösungsmöglichkeiten und weitere spannende Informationen finden Sie hier.

stark verschmutztes Eigenwasser

Bild 4: Eine umfassende Analyse des Eigenwassers schafft Klarheit über die Beschaffenheit des Wassers.